Sonntag, 10. August 2014

Zeit und Rücksicht

Ein bekanntes Zitat von Bruce Lee lautet: „Das Wertvollste im Leben ist die Zeit.“ In Bezug auf den Umgang mit unseren Mitmenschen ist die Wertigkeit der Zeit ein entscheidender Faktor, um festzustellen, ob wir die anderen respektieren. Wenn ein Termin ausgemacht und die Uhrzeit festgelegt wird, beweisen wir Respekt, wenn wir pünktlich ankommen. Wenn etwas dazwischenkommt und es uns nicht mehr möglich ist, den ausgemachten Termin einzuhalten, sollten wir es als Pflicht empfinden, die Person, die auf uns wartet (egal wie kurz!), rechtzeitig zu informieren.
Es hört sich selbstverständlich an, aber der Alltag zeigt, dass nicht immer Wert auf diese feine Umgangsform gelegt wird.

Nimmt man einem Menschen seine Zeit, so raubt man ihm einen Teil seiner Existenz.

Donnerstag, 7. August 2014

Der Meister #1 – Lade deinen Feind zum Teetrinken ein

Es war Sommer, die Fenster im Dôjô waren offen. Plötzlich, beim Üben von einzelnen Techniken, spürte der Meister einen stechenden Schmerz im Schulterbereich. Er schüttelte sich instinktiv und rieb sich die schmerzende Stelle. Der Blick fiel auf den Boden, dort sah er eine Wespe, die nicht fliegen konnte. Sofort wurde ihm klar, woher der Schmerz kam. Er beugte sich hinunter, nahm die Wespe vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger und ging durchs Dôjô ans Fenster. Dort legte er die Wespe auf das Fensterbrett, damit sie nach einer Erholungsphase wegfliegen konnte. „Lade deinen Feind zum Teetrinken ein“, sagte er, bevor er sich wieder dem Training widmete.

Sonntag, 3. August 2014

Geben ohne etwas zu erwarten

Es ist grundsätzlich eine Bereicherung, etwas zu geben, ohne einen Gedanken an eine Belohnung oder an eine Anerkennung zu verlieren. Mit Sicherheit ist das keine Bereicherung materieller, sondern geistiger Natur. Das Schöne dabei ist, dass der geistige Lohn ein Multiplikator ist: Der „Geber“ fungiert in dem Moment als Vorbild, und es kann sein, dass seine Handlungsart von anderen übernommen wird.


Selbstlosigkeit ist eine universelle Bereicherung, wie der kleine Samen, der eingepflanzt wird und einen ganzen Baum erzeugt.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Seelischer Zustand

Eine Zeit ist immer so gut oder so schlecht, wie wir sie selbst empfinden. In Phasen, in denen wir denken, dass alles schiefläuft, fühlen wir uns auch dementsprechend unwohl. Dieses Gefühl lässt uns auch Ereignisse nicht wahrnehmen, die angenehm sind, und es sorgt zusätzlich dafür, dass wir positive Situationen übersehen. Wenn wir uns aber gerade in solchen Lebensphasen einen gewissen Abstand zu dem Negativen verschaffen, das wir gerade erleben, werden die Tage einfach erträglicher. Außerdem behalten wir dabei den Überblick, der uns sicherlich hilft, schneller aus der Situation rauszukommen. Zugegeben: keine einfache Aufgabe, aber ein lohnenswerter Versuch, der uns bei Erfolg mit einem anmutsvollen seelischen Zustand belohnen wird.

Sonntag, 27. Juli 2014

Veränderungen

Kalligraphie "Flexibilität" von Anki Takahashi
Nichts ist beständig, dies ist eine bekannte Tatsache. Die Schwierigkeiten beginnen meistens dann, wenn wir uns selbst verändern sollen. Eine berufliche oder familiäre Veränderung, eine krankheitsbedingte Anpassung, ein ungewollter Umzug. Festgefahrene Gewohnheiten, welche nicht mit Ritualen verwechselt werden dürfen, binden und schränken ein. Am besten ist es, frei zu bleiben und sich neu zu entdecken. Solange der eigene Weg erhalten bleibt, sind Erfahrungen in anderen Richtungen nur bereichernd.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Wahre Beziehungen

Mögen oder lieben wir eine Person – Lebenspartner, Freund, Familienmitglied, Bekannten oder Kollege –, dann meinen wir auch ihn oder sie zu respektieren. Am besten können wir selbst testen, inwieweit uns die Person wichtig ist, indem wir uns fragen, wie ehrlich und offen wir mit ihr umgehen. Teilen wir der Person eine Wahrheit, die uns unangenehm ist, oder eine Unzufriedenheit mit? Wenn wir es nicht tun, aber uns die Person wichtig ist, ist es höchste Zeit, uns zu ändern und die Gedanken, die wir möglicherweise lange nicht geäußert haben, in Worte zu fassen. Damit beweisen wir uns selbst, dass wir auch Respekt für die Person haben. Aufrichtigkeit ist eine stabile Basis für jede Beziehung.



Montag, 21. Juli 2014

eBook zum Blog: Wer willst du sein?

Heute in eigener Sache:
Das neue eBook “Wer willst du sein?" ist da.

Dieser Blog hat mittlerweile mehr als 100 Einträge. Die ersten 100 Anekdoten und Gedanken wurden nun in einem eBook zusammengefasst.
Das eBook verfolgt das Ziel, dem Leser die Möglichkeit zu geben, die Kurzgeschichten, Gedanken und Anekdoten jederzeit, einfach und schnell nachlesen zu können, um sie, bei Bedarf, in ihrem Alltag auch nachschlagen zu können.

Das eBook bietet:
• eine korrigierte und überarbeitete Version
• die Möglichkeit des Offline lesens
• ein Inhaltsverzeichnis, für mehr Übersichtlichkeit
• die Option, eigene Notizen einzufügen
• eine kompakte Ausführung
• Lesezeichen können verwendet werden
• für Amazon-Prime-Kunden mit einem Kindle-Reader eine kostenlose Nutzung (Kindle-Leihbibliothek)

Ich wünsche den künftigen eBook-Lesern viel Freude und kleine Erfolge in ihrem Alltag.
Hier finden Sie die Links dazu: